Westallee

"Westallee" nennt sich ein kleines Straßenfest im Stuttgarter Westen. Es gibt noch eine Straße mit Bäumen (=Allee), die vom 13. bis 15. Juni Platz für das alternative Straßenfest gibt.

Wie alle Sachen, die in unmittelbarer Nähe sind, war ich da, aber nur kurz. Das heißt ich hab das ganze Kunstzeug verpasst und bin nur in Genuss von Falafel und Bier gekommen. Das war auch nicht so schlecht.

Ein solches Straßenfest ist das Äquivalent zum klassischen Dorffest. Man trifft die ganze Nachbarschaft - ob man will oder nicht. Einige aus den Nachbardörfern sind auch da und Leute von der Arbeit auch. Also manchmal ducken, manchmal rufen.

Alles in allem ein putziges und gelungenes Fest (wäre es nicht so voll gewesen). Nächstes Jahr wieder.

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Markt in Paris

Bei unserem ersten Besuch (2015) in Paris hat uns der Hunger in die folgenden Hallen getrieben. Ein Markt, der Dienstag, Donnerstag und Samstag öffnet, um die Locals mit frischem Futter zu versorgen.
Wir sind ziellos durch die Gänge gesteuert, auf der Suche nach Nahrungsmitteln zum Direktverzehr. Wenn ich mich recht erinnere, haben wir nichts gefunden, dafür konnten wir n paar Bilder machen, die authentischer wirken als die Märkte im Zentrum.

Wir wurden entsprechend skeptisch beäugt, ich hatte nicht das Gefühl, dass wir sonderlich willkommen waren. Vermutlich ist das einer der Märkte, in dem der Pariser Bürger noch in Ruhe einkaufen kann, ohne 10000 Touris zu begegnen ...

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Analoge Doppelbelichtung

Doppelbelichtungen haben schon so eine mystische Wirkung auf mich. Ich habe mich mit der digitalen Variante mal auseinander gesetzt, fand das aber nicht so cool. Wahrscheinlich war mein Ausgangsmaterial einfach schlecht, oder ich hab kein Talent dafür.

Wenn's digital nicht klappt, kann man es ja mal analog probieren. Also wurde die analoge Kamera mit einem abgelaufenen Kodak Gold 200 beladen und los ging's.

Da der Film zweimal belichtet wird, quasi die doppelte Lichtmenge drauf kracht, habe ich bei beiden Durchgängen unterbelichtet (ca. 2 EV).

Die erste Durchgang wurde beim Eistobel im Allgäu fotografiert mit einem Weitwinkelobjektiv. Der zweite Durchgang wurde in einer verlassenen Gärtnerei mit 50mm fotografiert.

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Schwarzwaldpark

Mein Wochenende im Schwarzwald sah eigentlich nicht den Besuch im Schwarzwaldpark vor. Ich war am Sonntag etwas ratlos, was ich denn jetzt noch machen könnte, nachdem schon ein paar Kilometer unterwegs war.

Ich war zeitlich auch etwas eingeschränkt, da ich Katzer und Freund abholen wollte. Also bin ich erstmal wieder zurück in Richtung Autobahn gefahren. Irgendwo hab ich mal angehalten um einen Kaffee zu trinken und hab da ein Prospekt vom Schwarzwaldpark gesehen.

Wildpark klingt erstmal nicht schlecht, nur noch drei Kilometer bis Löffingen, also warum nicht...

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Das Schopflocher Torfmoor

Das Schopflochmoor ist ein kleines, natürliches Einöd auf der Schwäbischen Alb. Eigentlich ist die Schwäbische Alb ja eher wasserarm und karstig, deshalb ist so ein Hochmoor doch was Besonderes für diese Gegend.

Das ganz Areal ist ein Naturschutzgebiet und gelaufen werden darf nur auf den dafür vorgesehen Stegen. Ignoriert man das, hat man gute Chancen als Moorleiche zu enden.

An diesem trüben Tag passte das Wetter ziemlich gut zu der Landschaft, die nach dem Winter noch recht trostlos wirkte. Im Sommer und Frühling sieht das Moor vermutlich ganz anders aus. Vielleicht komme ich ja noch mal zurück.

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Drackenstein

Drackenstein ist ein winziger und putziger Ort direkt an der A8 Richtung Stuttgart. Marc und ich waren am Wochenende da und haben keine einzige lebende Person dort gesehen. Eigentlich fällt dieser Ort auch nicht besonders auf. Es gibt es nicht wirklich viel, außer jede Menge freies Bauland, erschreckend wenige Parkplätze und die Sicht auf das beeindruckende Viadukt der A8.

Hauptsächlich haben wir uns hierher verirrt, um mit den Drohnen ein paar fesche Luftaufnahmen vom Viadukt zu machen, aber dann gibts da ja noch diesen Wasserfall und eine Grotte.

In der Dorfmitte steht eine Kirche auf einer Art Felsterrasse, aus dieser Felsterrasse stürzt der Wasserfall etwa 20m ins Tal hinunter. Unterhalb der Terasse gibt es noch mehrere Höhlen und die "Mariengrotte". Diese war zusammen mit der Kirche eine Art Weihestätte und wird jetzt noch sorgsam gepflegt. Es pilgern aber allem Anschein nach nur recht wenige Menschen dahin.

Da, wo jetzt die A8 Richtung Stuttgart verläuft, befand sich früher das Drachenloch. Das war eine sagenumwobene Höhle, die bei den Bauarbeiten der A8 zugeschüttet wurde.

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Turmsprengung

Auf Facebook wurde folgende Turmsprengung als "Filmreife Sprengung" beworben. Geworben wurde eigentlich überall in den sozialen Medien. Nun habe auch ich mich von der reißerischen Werbung hinreißen lassen und bin am 11.02.2017 nach Ludwigsburg gefahren, um dieser grandiosen Sprengung beizuwohnen.

Nach schier endlosen Blabla von scheinbar wichtigen Menschen tönte endlich das Horn des Sprengmeisters. Der erwartete große Knall war rosa Rauch und billige Pyrotechnik und irgendwo hinter dem rosa Rauch ist dann das alte Gebäude der BayWa umgefallen, ganz nach dem Motto: "Haus müde, Haus schlafen".

Ich dachte ja bisher, dass das Ziel der Sprengung ist, ein Gebäude in vielen kleinen mundgerechten Stückchen zurückbleibt und nicht einfach auf der Seite liegt. Aber was weiß ich schon.

Ausschlafen wäre mir lieber gewesen.

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Albausflug

Der folgende Fleck Alb ist gut eine Stunde Fahrt von Stuttgart entfernt - vielleicht auch mehr. Der Weg dahin ist schon fast zum verlieben. Ich ziehe die kleinen Straßen über Land deutlich den Bundesstraßen vor. Auf und ab, quer durch die wunderschönen Landschaften der Alb. Hätte ich kein Ziel, würde ich alle fünf Minuten anhalten.

Im Gegensatz zu vielen anderen schönen Orten in Stuttgarts Dunstkreis, ist dieses Stückchen Erde doch recht niedrig frequentiert. Normalerweise trifft man hier nur Einheimische, die im breiten Schwäbisch einen Gruß bei Begegnung erwarten.

Das Tal ist recht klein und schnell abgelaufen, das einzige was hier zu hören ist, sind die Autos, die oberhalb der Tales über die Straße fahren.

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Hafenrundgang

Untern Strich gibt's leider recht wenige Orte in Stuttgart, die mich fotografisch länger beschäftigen. Vielleicht liegt das daran, dass vieles hier für mich zu täglichen Routine gehört und damit seinen Reiz verloren hat, oder weil ich mich im Grunde eh nicht sonderlich mit dieser Stadt verbunden fühle. Dennoch gibt es hier ein Gelände, zu dem ich hin und wieder gern zurückkehre - den Stuttgarter Hafen. Ich war 2014, 2015, 2016 und werde bestimmt auch 2017 hier meine Kamera auspacken. Was mich anzieht? Die Ruhe am Wochenende. Während der normale Städter am Wochenende lieber Parks bevölkert, ist es hier bis auf wenige Ausnahmen doch recht ruhig. Man kann sich auf dem Gelände ziemlich frei und unbeobachtet bewegen. Wenn man jemanden trifft, dann i.d.R. andere Fotografen oder Lausbuben.

Verwirrt war ich nur einmal, als aus den Räumlichkeiten der Deutschen Post Joey Beltrams "Ecstasy" in beeindruckender Lautstärke das Gelände beschallte.

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Tag der offenen Baustelle

Anfang 2016 wurde die Baustelle des neuen Stuttgarter Bahnhofes für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Die Bürger der Stadt konnten unangemeldet über das Gelände stromern, umsehen und informieren.

Das Interesse war - wie zu erwarten - ziemlich groß. Ich war am letzten Tag auf der Baustelle. Es waren viele Besucher unterwegs, aber durch das die Größe des Geländes, verlief es sich ganz gut.

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