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Kutná Hora - Das Beinhaus

Wenn man schon in Prag ist, kann man auch mal kurz nach Kutná Hora fahren. Die kleine Stadt liegt so 70km südlich von Prag und ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Entweder wegen der Knochenkirche oder wegen den anderen 20 UNESCO-Welterbe-Kirchen.
Ich war nur wegen der Knochenkirche da.

Die Knochenkirche, bzw. das Beinhaus ist ein kleines, unscheinbares Kirchlein etwas außerhalb vom Stadtzentrum. Die Geschichte des kleinen Gotteshauses reicht zurück bis ins 15. Jh.
Da wurde es in die Mitte eines bestehenden Friedhofes gebaut. Da die Kirche zwei Stockwerke haben sollte, musste etwas tiefer gebuddelt werden, dabei wurden alte Gräber ausgehoben. Die freigelegten Skelette wurden im Keller der Kirche gelagert, daraus ist dann wohl auch der Name "Beinhaus" entstanden. Der Friedhof wurde dann weiter verkleinert und immer mehr Skelette wurden exhumiert. Insgesamt waren es um die 40.000 Skelette, die dann im Keller gelagert wurden.

Irgendwann tauchte der Künstler František Rint auf, der mit den gelagerten Knochen das ganze Inventar der Kirche schuf. Die Innenausstattung wurde aus etwa 10.000 Knochen gebaut. Unter anderem die zwei riesigen Abendmahlkelche, ein Jesus-Monogramm, Familienwappen und ein Knochenleuchter (der bei meinem Besuch leider nicht da war).
Die Knochen stammen vermutlich aus den Hussitenkriegen. Darauf weisen die Verletzungen an den Schädeln.

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